Törn-Checkliste

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Planen Sie das erste Mal einen Törn auf der Ostsee? In unserer Törn-Checkliste finden Sie einige Tipps für einen gelungenen Urlaub auf dem Wasser.
 
Badesachen Auf der Ostsee segeln und nicht baden gehen wegen fehlender Badebekleidung? Ob Sie letztendlich mit oder ohne in die Ostsee springen, Sie sollten zumindest etwas dabei haben.

Base-CapBase-Cap Ein Base-Cap oder eine andere Kopfbedeckung zählen zu den wichtigsten Kleidungsstücken auf dem Wasser, denn die Sonneneinstrahlung ist hier besonders groß. Übrigens, so manche Kopfbedeckung landete schon in der Ostsee, ein kleines Bändsel verhindert den Verlust.

Bettzeug oder Schlafsack Das eigene Bettzeug garantiert gerade bei längeren Törns Bequemlichkeit. Kuschelkissen oder Kuscheltier sind für kleine Matrosen unverzichtbar. Wer mit dem Kojennachbarn nicht so vertraut ist oder die Koje im Salon nutzt, wird sicherlich eher den Schlafsack wählen.

Brillen Brillenträger ohne Brille sind aufgeschmissen, selbst wenn Sie Kontaktlinsen tragen. Packen Sie zur Sicherheit eine Zweitbrille ein. Wenn doch mal eine über Bord geht ...
Lesebrille, Sonnenbrille, Pflegemittel, ein festes Etui nicht vergessen. Empfehlenswert ist ein Brillenband.

BrillenbandBrillenband Egal ob Sonnen- oder eine andere Brille, mit einem Brillenband haben Sie in jedem Fall länger was von ihr.

Fotoapparat Urlaub ohne Fotos? Undenkbar. Also Ladegeräte einpacken, Batterien, Speicherkarten (oder Filme), Fototasche zum Schutz der Kamera. Eventuell brauchen Sie Stecker-Adapter, obwohl in den angrenzenden Ostseeländern die Verwendung von Eurosteckern üblich ist.

Geschirr In der Regel sind die Charteryachten komplett mit "Pött & Pann" ausgerüstet. Ein scharfes Küchenmesser und ein guter Korkenzieher sind aber nie verkehrt.

Grill In etlichen Yachthäfen sind zwar fest installierte Grills vorhanden, in vielen aber auch nicht. Holzkohle, Grillanzünder, Drahtbürste und das Grillbesteck gehören zum Grill ins Gepäck.

Gummistiefel Nichts ist schlimmer, als stundenlang mit nassen und kalten Füßen an Bord zu sitzen, deshalb gehören Gummistiefel und Regensachen (siehe Ölzeug) unbedingt dazu (immer griffbereit lagern).

Handy Auch wenn Sie nicht überall auf der Ostsee Empfang haben, im Hafen sind Sie auf jeden Fall erreichbar. Ladegeräte einpacken, eventuell brauchen Sie Stecker-Adapter, obwohl in den angrenzenden Ostseeländern die Verwendung von Eurosteckern üblich ist.

Kuscheldecke Wenn Sie die Abendstunden mit sternenklarem Himmel möglichst lange an Deck genießen möchten, dann machen Sie es sich mit einer warmen Kuscheldecke gemütlich. Auch am Tage ist eine weiche Unterlage für das Abmatten an Deck nicht zu unterschätzen.

Medikamente Die sollten Sie dabeihaben: Schmerzmittel gegen Kopf- oder Zahnschmerzen (gut geeignet sind Paracetamol oder Ibuprofen), Durchfallmittel und ein Elektrolytpräparat (als Ersatz dient auch ein Glas Wasser oder Tee mit etwas Salz, Zucker oder Traubenzucker), ausreichend Medikamente bei regelmäßiger Einnahme (Insulin, Blutdruckmittel etc.). Siehe auch unter Reise-Apotheke

ÖlzeugÖlzeug In den Sommermonaten sollten Sie in jedem Fall leichtes Ölzeug oder andere geeignete Regensachen dabei haben. Zu empfehlen ist eine Jacke mit Neoprenbündchen an den Ärmeln, geschützten Reisverschlüssen und wasserdichten Taschen sowie eine Latzhose. Hier geht es nicht um chick, locker und bequem sollte es sein und möglichst auch noch etwas warmes darunter passen. Wenn es einmal etwas stärker und länger regnen sollte, ist als Kopfbedeckung am besten ein "Südwester" geeignet.

Proviant Essen und Trinken für mindestens zwei Tage sollten Sie an Bord haben. Je nach Route und Länge der einzelnen Etappen entsprechend mehr. Die Größe der Ostsee ist überschaubar, aber nicht immer erreicht man sein Tagesziel bzw. ist ein Supermarkt gleich um die Ecke.
Und gute Vorbereitung ist alles: Mit der Wahl der Lebensmittel können Sie Einfluss nehmen auf das Wohlbefinden der Crewmitglieder und damit die Stimmung an Bord, gerade bei einer gemischten Crew mit unterschiedlichen See-Erfahrungen. (Siehe auch Seekrankheit)

Pullover Etwas Wärmendes zum drunterziehen sollte immer dabei sein, denn selbst im Hochsommer kann mal eine kühle Brise auf dem Wasser schnell für eine fröstelnde Stimmung sorgen.

Reinigungsmittel Spülmittel, Schwamm oder Abwaschlappen, Küchenkrepp, -handtücher, Toilettenpapier und bei längeren Törns natürlich Waschmittel

Reise-Apotheke Sollte an Bord kein Sanikasten sein, dann nehmen Sie einfach den aus Ihrem Auto mit. Pflaster, eine sterile Wundauflage und ein fester Verband sollten immer an Bord sein.
Für die Reise-Apotheke empfehlen sich auch Medikamente wie Schmerzmittel, Grippemedikamente, Durchfallmittel und ein Elektrolytpräparat, verschiedene Tees gegen Magenverstimmungen, Darmbeschwerden oder Erkältungen, Insektenschutz, ein Mittel gegen Juckreiz und Panthenol o. ä., wenn Sie sich doch mal einen Sonnenbrand geholt haben.
Wenn Sie regelmäßig Medikamente einnehmen, sollte Ihr Vorrat entsprechend bemessen sein.

Reisepass/Ausweis siehe wichtige Papiere

Schuhe Was halten Sie davon, wenn jemand mit "Modderbotten" in Ihr Auto steigt oder mit dem Pfennigabsatz Ihr Parkett ruiniert? Also, auf Schiffen ist grundsätzlich nur flaches Schuhwerk mit heller bzw. abriebfester Sohle zu tragen, die keine häßlichen Spuren an Bord hinterlassen. Am besten sind spezielle Segelschuhe oder bequeme Turnschuhe mit heller Sohle geeignet und bei Regen natürlich Gummistiefel. Badelatschen für den Besuch der Duschen in den Häfen sind selbstverständlich.
Schlabberlatschen, Pumps, High-Heels & Co. haben an Bord (zumindest am Fuß) nichts zu suchen, sie sind nur etwas für den Landgang, das Verletzungsrisiko ist gerade auf Segelyachten einfach zu groß. Bordschuhe wasserdicht verstauen, wenn Sie an Land gehen.

See-/Reisekrankheit Wissen Sie von einer Neigung zu Seekrankheit folgende Tipps:
Möglichst 24 Stunden vor Reisebeginn keinen Alkohol trinken und keine schweren Speisen essen. Wenn Sie Reiseproviant vorbereiten, vermeiden Sie histaminhaltige Nahrungs- und Genussmittel (z. B. Tomaten, Ketchup, Salami, Thunfisch aus der Dose, Hartkäse, Rotwein, Bier, Cola).
Was hilft gegen das flaue Gefühl in der Magengegend? Am besten frische Luft - also hoch an Deck. Wenn Sie auf den Horizont schauen, geben Sie den Augen einen Halt und suggerieren so Ihrem Körper, dass nicht alles schwankt. Nach zwei bis drei Tagen haben Sie sich meistens an die Situation gewöhnt. Streicheleinheiten an Gesicht und Hals wirken beruhigend auf das Stammhirn, besonders bei Kindern geeignet. Vielleicht hilft Ihnen auch Ingwerpulver (z. B. in Tablettenform). Wissenschaftlich belegt ist die Wirkung nicht, aber Seeleute nahmen es schon früher auf ihren Reisen ein.

Segelhandschuhe Wenn die Schot (Seil, Leine) schnell durch die Hand rauscht, entsteht Reibungswärme und die Haut verbrennt. Die Segelhandschuhe schützen Ihre Hände und erhöhen zusätzlich den Grip. Auch wenn das Tauwerk feucht oder nass ist und viele Manöver bei ungünstigem und/oder starkem Wind notwendig sind, werden Sie froh sein, die Segelhandschuhe zu tragen.

Das Segelmesser mit einer zur Hälfte gezackten Klinge (Wellenschliff) ermöglicht im Ernstfall das schnelle Kappen von Tauwerk. Praktisch ist die "Taschenvariante", kombiniert mit einem Marlspieker und Schäkellöser. Hat es dazu noch einen Daumenöffner, können Sie das Werkzeug mit einer Hand öffnen und schließen.

Sonnenschutz Auf dem Wasser ist die Wirkung der Sonnenstrahlen besonders hoch, nicht umsonst sind Segler und andere Wassersportler immer so braungebrannt. Bedenken Sie aber die Auswirkungen bei übermäßigem Genuss. Neben einer Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor und einer Lotion "für danach" sind eine Kopfbedeckung und eine Sonnenbrille unverzichtbar. Sehr zu empfehlen ist ein helles Oberhemd/Bluse mit langen Ärmeln, damit auch die Unterarme eine Auszeit von der Sonne bekommen.
Rechtzeitig eincremen, damit der Sonnenschutz vor dem Ablegen einziehen kann! Mit cremigen Händen haben Sie keinen guten Griff. Zudem ziehen die meisten Segler Lotion oder Creme dem Sonnenöl vor - wegen der Rutschgefahr. Öl und Wasser ...

Taschen/Koffer Vermeiden Sie sperrige Gepäckstücke, denn alles was an Bord mitgenommen wird, muß einfach zu verstauen sein. Geeignet sind Soft-Taschen und Klappboxen, die man platzsparend zusammenlegen kann. Der Klassiker unter den Transportbehältern für "Seebären" ist der "einfache" Seesack.

Eine Taschenlampe ist unentbehrlich, egal ob Sie nachts noch mal schnell die Leinen kontrollieren wollen oder der Weg zur Toilette wenig beleuchtet ist. Mit einer Stirnlampe haben Sie zudem die Hände frei. Batterien nicht vergessen!

Wäscheklammern für das Befestigen der Handtücher etc. am Relingzaun - sehr wichtig.

Wichtige Papiere sind bei einem Segelurlaub natürlich der Personalausweis und/oder, wenn Sie grenzüberschreitend unterwegs sind, Ihr Reisepass. Auf Verlangen vorzuzeigen ist der Bootsführerschein See, ab 2010 ein Funkzeugnis sowie seit April 2008 ein Aushang mit den "Müllentsorgungsregeln nach MARPOL Anlage V" bei Schiffen ab 12 m Länge (mehr Informationen zu MARPOL). Krankenkassenkarte, Auslandskrankenversicherung oder Reiseversicherung sollten ebenfalls mit auf die Schiffsreise gehen.


 
Haben Sie aus Ihrer Erfahrung noch eine Idee, was in unserer Aufzählung fehlt?
Dann schreiben Sie uns bitte Ihren Vorschlag!

 

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